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Darf Arbeit Spaß machen? – Alles eine Frage der Definition

Arbeit muss weh tun, Arbeit muss hart sein, wer entspannt ist oder gute Laune hat, der arbeitet ja nicht wirklich. So oder so ähnlich dürfte die landläufige Meinung über Arbeit lauten.

Wenn ich sage, dass mir mein Job Spaß macht, dann werde ich meist schon so zweifelnd angesehen, ob das denn dann überhaupt Arbeit sei und ob man denn damit überhaupt Geld verdienen könne.

Also hab ich mich gefragt, wie Arbeit eigentlich definiert ist und ob in der Definition wirklich Begriffe wie “Unlust, freudlos” oder “Leiden” vorkommen.

Weder im Duden noch im Gesetz wird Arbeit als etwas definiert, das spaßfrei sein muss.

Laut Duden hat „Arbeit, die Substantiv, feminin“ zwar fünf Bedeutungen. Davon geht nur die an dritter Stelle genannte Bedeutung ins Negative, dort wird von „schwerer körperlicher Anstrengung“ gesprochen. Wobei das auch noch nicht negativ sein muss. Manche machen das beim Sport freiwillig.

Die erste Definition aber lautet:
„Tätigkeit mit einzelnen Verrichtungen, Ausführung eines Auftrags o. Ä.“
Die zweite Bedeutung ist folgende:
„das Arbeiten, Schaffen, Tätigsein; das Beschäftigtsein mit etwas, mit jemandem“

Gut, das beruhigt mich jetzt, da steht nicht, dass es keinen Spaß machen darf.

Das erinnert mich auch an die Definition im Gesetz. Der Arbeitsvertrag ist ein Dienstvertrag, dieser ist in § 611 BGB in zwei Absätzen definiert wie folgt:
(1) Durch den Dienstvertrag wird derjenige, welcher Dienste zusagt, zur Leistung der versprochenen Dienste, der andere Teil zur Gewährung der vereinbarten Vergütung verpflichtet.
(2) Gegenstand des Dienstvertrags können Dienste jeder Art sein.

Puh, also auch nichts von Leid oder einem Anti-Freude-Programm. Ganz im Gegenteil, „Gegenstand des Dienstvertrages können Dienste jeder Art sein“. Wow. Ich darf mir also echt raussuchen, womit ich mein Geld verdiene und es darf auch Spaß machen!

Oft erlauben wir uns nicht, das zu tun, was uns Spaß macht. Wenn Ihr Euch also das nächste mal dabei ertappt, dass Ihr denkt, wenn´s Spaß macht, ist es keine Arbeit, dann denkt an Duden und Gesetz. Die „erlauben“ Euch nämlich per Definition Spaß bei der Arbeit zu haben und dabei Geld zu verdienen. Wenn das keine guten Argumente für einen Job sind, der Freude bereitet! Das könnt Ihr ruhig auch mal anbringen, wenn Euch jemand Euren Traumjob madig machen möchte, weil der ja keine „richtige“ Arbeit sei…

In meinem dritten Schritt in meinem neun Punkte Coaching zu Deinem beruflichen Glück wirst Du daher aufgefordert, Dir Dein ganz persönliches Traum-Berufsbild zu kreieren. Weg von den Bewertungen und Vorstellungen anderen und alt eingesessenen Meinungen über die Arbeit.

Du kannst ja schon mal ein bisschen anfangen, zu träumen und Dich dabei von den traditionellen Einschränkungen loslösen!

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