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Meine Reise bis hierhin...

Es war 2015…

…7.00 Uhr, der Wecker klingelt. Erster Gedanke: wann komm ich heute nach Hause. Zweiter Gedanke:
was steht heute an, worauf ich keine Lust habe (Antwort: alles zwischen 8.30 Uhr und 18.30 Uhr).
Dritter Gedanke: warum hab ich heute Nacht nur zwischen 5.00 Uhr und 7.00 Uhr geschlafen und den Rest der Nacht mit Grübeln rum gebracht…

 

Warum waren das nach dem Aufwachen meine ersten Gedanken? Weil ich in einem Job gearbeitet habe, der einfach nicht (mehr) zu mir gepasst hat. Ich habe an einem Arbeitstag nur funktioniert, wie ferngesteuert, habe versucht, alles korrekt abzuarbeiten, ohne emotionale Bindung zur eigentlichen Arbeit. Mich nur auf die Wochenenden und die Urlaube gefreut.

Jetzt ist es an sich schon ein Problem, wenn Du keinen Bock auf den Arbeitstag hast, aber es kommt da meist noch ein zweites Problem hinzu. Nämlich, dass nach außen doch alles so schön aussieht… …angesehener Job mit tollem Titel, schickes Büro, gutes Einkommen und damit gutes Auskommen, daher auch schicke Wohnung, schickes Auto, schicke Freunde, alles prima…könnte man meinen. Ich fand es nicht prima. Ich wirkte immer wie die, die alles im Griff hatte und alles geschafft hatte (was auch immer die Leute unter „alles“ verstehen), aber ich war nicht glücklich. Noch schlimmer eigentlich, ich hatte keinen Spaß (mehr) an meinem Alltag.

Die klassischen Reaktionen (so auch meine):

1.)

Durchbeißen, kann doch nicht so schwer sein, ist doch alles prima, andere wären froh…Du kannst doch nicht das aufgeben, was Du da erschaffen hast, stell Dich nicht so an, häng Dich rein…

2.)

Mehr arbeiten, vielleicht mach ich das ja nicht richtig, vielleicht macht es mich glücklicher, wenn ich mich noch mehr anstrenge, vielleicht bin ich ja einfach nur zu faul, wie es mir von meiner Mutter so oft suggeriert wurde, wenn ich als Kind einfach mal nichts tun wollte…also noch eine Fachfortbildung (in meinem Fall noch den Fachanwalt für Erbrecht, mit mehr Titeln machts vielleicht auch mehr Spaß)…

3.)

Vielleicht muss ich einfach nur in meiner Freizeit den richtigen Ausgleich schaffen, andere Urlaube, andere Projekte, neue Projekte…

Fazit:

nein, immer noch die gleichen drei Gedanken, wenn der Wecker klingelt. In meinem Fall sprechen wir gerade vom Jahr 2015.

Mein Weg aus dem Hamsterrad

Nächster Gedanke, ich sprich mal mit jemandem darüber. Aber mit wem. Was die Freunde sagen, weiß ich ja inzwischen, ist doch alles prima, andere wären froh, Du kannst doch nicht aufgeben, was Du Dir erschaffen hast…usw. also die Kassette, die bei mir ja auch schon lief. Die bringt mich aber irgendwie nicht weiter.

Also mal mit jemand anderem sprechen. Daher habe auch ich mir, in meinem Fall 2016, einen Coach gesucht, um meine berufliche Unzufriedenheit und Wege aus der Krise zu beleuchten. Schon die erste Sitzung war für mich im Nachhinein gesehen bahnbrechend. Dadurch, dass ich den Raum hatte, frei über meine Gedanken zu sprechen und als Reaktion nicht die gewohnte Kassette kam, durfte ich schon in dieser ersten Sitzung unheimlich viel über mich und das was ich möchte, erfahren.

Und mein Coach hatte mir damals einen ganz entscheidenden Rat gegeben, den ich zwar sehr einleuchtend fand, den ich aber nicht so leicht umsetzen konnte. Sie sagte sinngemäß zu mir: „Fragen Sie sich doch mal selbst um Rat. Frage Sie sich doch mal, was Ihnen z.B. als Kind am meisten Spaß gemacht hätte.“ Klag irgendwie toll, war aber in der Praxis gar nicht so einfach.

Zudem hatte sie mir in der zweiten Sitzung Anzeichen bei mir aufgezeigt, die auf ein Burnout hindeuten, was mich sehr zum Nachdenken gebracht hat.

Also bin ich erst mal raus aus der aktuellen beruflichen Situation. Habe meine Einzelkanzlei gegründet und meine Arbeit flexibler und auch mehr nach meinen Wünschen gestalten können, was zunächst eine große Hilfe war.

Damit aber nicht genug...

Aber die kurze Freude an der beruflichen Veränderung hat nicht allzu lange angehalten. Also hab ich wieder Inspiration bei einem Coach gesucht und gefunden. 

Allerdings habe ich leider niemanden gefunden, der/die sich speziell mit meiner Suche nach meinem authentischen Weg befasst hätte.  

Klar gibt es jede Menge Berater, die auf Burnout spezialisiert waren, aber das war nicht mein Hauptthema. Dann gibt es natürlich die Karriereberater, die mir sagen, wie ich noch schneller noch mehr arbeiten kann und in meinem Fall sicher noch unglücklicher geworden wäre oder vollständig die Ziellinie zum Burnout überschritten hätte.

Und dann habe ich zum Glück Begleiter gefunden, die mir geholfen haben, meine ursprünglichen Wünsche, Werte und Träume wieder zu finden. 

Es war eine längere und abenteuerliche reise, die ich auch teils als Achterbahnfahrt bezeichnen würde. In der ich viele Schlaufen gedreht habe, bis ich endgültig den Beschluss gefasst und umgesetzt habe, meinen Lebensunterhalt nicht mehr als Anwältin zu verdienen. 

Das Leben ist Veränderung

Das Leben hat mir aber gesagt, dass ich damit noch nicht alles geändert hatte, was geändert werden wollte.

Die Achterbahn wollte nicht anhalten.

Genau genommen, tut sie das heute auch noch nicht, ich hab mich aber an den Fahrtwind und die unerwarteten Kurven gewöhnt und fange an, sie anzunehmen und sie zu genießen.

Für mich hatte das Leben im Außen bis hierhin noch die Trennung von meinem Mann vorgesehen (mit dem ich nach wie vor freundschaftlich verbunden sein darf), einen Umzug in ein für mich wesentlich passenderes Umfeld, das Loslassen diverser alter Bekannter und Freunde, die dadurch Platz für wundervolle neue Begegnungen geschaffen haben.

Ich durfte vielen weiteren Lehrern und Begleitern begegnen, die mich unterstützt haben und unterstützen und ich habe keinen der Schritte raus aus dem alten Leben bereut. Und mein Mut wird sehr oft auf´s Neue herausgefordert, meinen eigenen Weg weiter zu gehen.

Loslassen fällt mir oft immer noch schwer, aber ich lerne, mich auf das zu fokussieren, was ich gewinne, nicht auf das, was ich loslasse. Ich habe jeden Tag den Shift weg von der Angst hin zu Liebe im Blick. Und wenn ich den Blick darauf verliere, gibt es wunderbare Menschen, die mich liebevoll daran erinnern.

Ich darf erleben, dass mein Weg ein ganz anderer ist und sein wird, als der, den meine Familie (auch wenn sie es noch so gut gemeint haben) und die Gesellschaft für mich vorgesehen haben. Den eigenen Weg gegen den allgemeinen Strom zu gehen oder zu schwimmen, ist nie einfach. Aber so unendlich wundervoll und wertvoll. Und es werden immer mehr Menschen, die auf diesen Ruf hören.

Ich möchte Dir meine Unterstützung anbieten, Deinen Weg, Deine Träume, Deine Werte wiederzufinden und Dich frei von alten Mustern und Blockaden zu machen. Stück für Stück und Schritt für Schritt. Damit Du Deinen authentischen Weg gehen kannst. Denn Du bist der Schöpfer Deiner eigenen Welt. Du bist kraftvoll und wundervoll und Du kannst Dir alles erschaffen, wovon Du träumst!

Kann ich Dich ein Stück begleiten?

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